Es gibt Probleme nach dem Happy End

Kurzmeinung: Eine wunderschöne Fortsetzung die alle restlichen Fragen klärt und zeigt das nach dem Happy End eben nicht alles Happy sein muss.

Titel: Cinder und Ella Happy End- und dann?

Erschienen: 2019

Band: 2 (von 2)

Autorin: Kelly Oram

Seiten: 528

Verlag: One

Handlung:

Brian (Cinder) und Ella sind zurück und endlich zusammen. Doch trotz der Freude darüber gibt es einige ungeklärte Dinge.

Wie wird ihre Zukunft aussehen und ist Ella schon für eine ernste Beziehung bereit?

Und dann gibt es da ja auch noch Brians Berühmtheit. 

Meine Meinung:

Ich habe mich so gefreut, dass es nach dem ersten Band noch den Zweiten gibt.

Und können wir kurz über den Titel Happy End und dann? reden?

Der ist so genial! Wer hat sich bei Märchen, denn nicht schonmal gefragt, jetzt sind sie zusammen, was jetzt?????

Der Inhalt es Buches ist auch nicht zu Verachten. Eher im Gegenteil, ich liebe es. Es gibt ein paar Knackpunkte, die mich genervt haben, aber die süßen und spannenden Momente überwiegen für mich deutlich.  

Figuren:

Beginnen wir diesmal mit Brian (Cinder). In diesem Buch ist er ja jetzt mit Ella zusammen und nicht überraschenderweise nicht gut auf Ellas Vater zu sprechen. Wer könnte es ihm verdenken. Trotzdem hält er sich Ella zuliebe zurück und ist höflich. 

Das ist ziemlich bewundernswert, wenn man bedenkt, dass er auch schon schlechte Erfahrungen mit seinem eigenen Vater hat.

Das macht ihn bestimmt empfindlicher für Probleme dieser Art.

Dann kommt der Streit und Ella ist mit einem Schlag völlig auf ihn angewiesen. Brian ist schon bereit mit ihr eine Ernsthafte „Wir heiraten bekommen 2,5 Kinder und holen uns ein Kätzchen“ Beziehung zu führen. Ella eher nicht so.

Ich denke das liegt einerseits daran das Brian schon seit Jahren in sie verliebt ist. Durch den Autounfall stand dann plötzlich sein Verlust von Ella im Raum. Da ist es klar das er seine Zeit mit ihr so gut wie möglich nutzen will.

Abgesehen davon lebt er seit Jahren allein und hatte Zeit seine Flügel auszubreiten.

Dazu kommt noch das er in der Ehe von seiner Mutter und ihrem Mann deutlich sieht, dass eine glückliche und auf Augenhöhe geführte Beziehung durchaus möglich ist.

Ella hatte dies alles nicht. Sie ist in diesem Buch, anders als im letzten, ist sie diesmal eher diejenige die reagiert und nicht agiert.

Sie hat auch viel durchgemacht, keine Frage. Trotzdem frage ich mich, am Anfang und in der Mitte der Geschichte, wo das Mädchen hin ist, dass den Mut hatte Cinder nach Jahren wieder zu schreiben. Das gefällt mir nicht so gut. Trotzdem kämpft sie am Ende des Buches wieder für sich selbst.

Sie besitzt diese Gabe anderen zu verzeihen und sie wieder, aber diesmal mit Grenzen, in ihr Leben zu lassen. Das bewundere ich sehr an ihr.

Schreibstil:

Flüssig, ernst und, wie im ersten Buch auch, teilweise echt witzig.

Cover:

Das normale Cover des Ersten Bands, ist ja blau mit pinken Blumen. Dieses Cover des zweiten Bands hat immer noch pinke Blumen in der Mitte, aber der Hintergrund ist jetzt Weiß. Ich finde so kommen die Blumen mit dem Titel besser zur Geltung. 

Ende:

Ein Ende wie aus dem Märchen. Das passt ja auch sehr gut, da es sowieso an Cinderella angelehnt ist.

Fazit:

Dieses Buch ist ein Volltreffer für dich, wenn du dich schon einmal gefragt hat: Happy End und dann?

Wieder gibt es ernste Themen, doch diesmal sind sie nicht so krass.

 Viel Spaß!!!!!            ( Welche von Ellas Schwester mögt ihr lieber?)


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