Autounfall und neue Familie, was soll da schon schiefgehen?
Kurzmeinung: Ein absolutes muss für alle Cinderella Fans.

Titel: Cinder und Ella
Band: 1 (von 2)
Autorin: Kelly Oram
Seiten: 444
Übersetzt: Fabienne Pfeiffer
Erschienen: 2014 (auf Englisch)
Verlag: One
Bewertung: 5/5
Handlung:
Ellas Leben ist toll. Sie hat Freunde, eine tolle Mutter und insgesamt ein schönes Leben. Das ändert sich nach dem Unfall: Ellas Mutter ist tot und sie muss nun zu ihrem Vater ziehen, der sie vor vielen Jahren verlassen hat. Als wäre das nicht schon genug hat, sie von dem Unfall einige schwere Verbrennungen, die sie körperlich beeinträchtigen. Bei ihrem Vater und seiner Familie läuft dann auch noch alles schief und Ella braucht jetzt dringend etwas Vertrautes. Deswegen schreibt sie ihren Chatfreund Cinder an dem sie seit ihrem Unfall nicht mehr geschrieben hat. Das Problem ist nur: Die beiden haben sich noch nie getroffen.
Meine Meinung:
Es gibt Bücher, die man eine ganze Nacht lesen kann und bei denen man um drei Uhr nachts noch einen Lachanfall bekommt. Für mich ist Cinder und Ella so ein Buch.
Ich hatte es kaum angefangen, da war es gefühlt schon zu Ende, so viel Spaß hatte ich daran.
Erst einmal und das muss man einfach sagen, wie kreativ ist denn der Name. Ich meine Cinder und Ella- das ist so süß.
Passend zu dem Namen ist die Geschichte auch an das Märchen Cinderella angelehnt. Trotz der Parallelen ist die Handlung nicht einfallslos oder wie die tausend anderen an Cinderella angelehnten Geschichten. Das liegt sowohl an Ellas spezieller Situation, als auch daran, dass sie sich die meiste Zeit im Buch nicht persönlich kennen.
Figuren:
Ich bin hauptsächlich ein Riesenfan von Ella. Sie hatte ein so schreckliches Erlebnis und man merkt ihr das natürlich auch an, aber trotzdem hat sie diese positive Ausstrahlung. Die macht sie einfach noch stärker und es ist unglaublich mitzulesen, wie sie immer mutiger wird und wieder am Leben teilnimmt. Abgesehen davon finde ich ihre Art zu sprechen und ihre Gedanken teilweise sehr lustig und im nächsten Moment wieder ernst. Dieses Gleichgewicht ist bei Ella sehr faszinierend und macht sie zu meiner Lieblingsfigur.
Dies ist ja der erste Band, deswegen bekommt man abgesehen von einem Kapitel hier und da nicht wirklich mit, was Cinder (Brian) so denkt. Ich finde es sehr beeindruckend, wie sehr er Ella mag und ihr hilft, ohne sie auch nur einmal persönlich getroffen zu haben.
Und dann noch Ellas Vater, meine Güte, bei ihm bin ich echt fassungslos, wie gedankenlos er handelt. Er hat seine Tochter als kleines Kind verlassen und er hat seinen neuen Töchtern nicht mal von ihr erzählt. Was ist er bitte für ein mieser Vater!!!
Schreibstil:
Mir gefallen vor allem die Chat-Dialoge sehr sie sind einfach so lustig und locker geschrieben und stehen damit ganz im Gegensatz zu der traurigen und fremden Stimmung in Ellas neuem Zuhause. Ich denke, dass ist auch ein Grund, warum ich das Buch so liebe, obwohl es sehr ernste Themen behandelt, schafft Kelly Oram es die lustig, neckisch, aufgeweckte Stimmung der Chats zu halten. Trotzdem merkt man auch sehr gut wie sehr die Probleme und die neue „Familie“ Ella beeinflussen. Der normale Text ist zwar auch gut, aber nicht so gut.
Cover:
Ich habe die Schmuckausgabe und das Cover ist echt umwerfend. Es ist alles rosa und gold, was komplett mein Geschmack ist. Was ich mich aber immer wieder Frage ist: Wie sind sie auf diese Gestaltung gekommen? Das Originalcover ist schließlich blau mit Blumen und nicht rosa.
Ende:
Das Buch endet eigentlich ohne Cliffhanger, aber ich wollte am Ende trotzdem unbedingt wissen wie es weiter geht. Was für ein Glück, dass es einen Teil 2 gibt.❤️
Fazit: Ein richtig gutes Buch mit einer fast perfekten Balance zwischen lustig und ernst, allerdings mit ein paar schwierigen Themen (Traumabewältigung, PTBS, Mobbing, explizit beschrieben: Panikatacken und physisch und psychische Folgen des Unfalls, erwähnt werden: Suizidversuch und Unfalltod). Sollte irgendwas davon schwierig für euch sein, passt auf euch auf.
Viel Spaß beim Lesen! (Wie findet ihr Brian?)


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